Leistungselektronik – eine Branche mit Jobgarantie

02.07.2017
Sb ausschnitt Sebastian Basedow, Projektleiter bei SchuhEder Consulting

Im Mai hat sich das Who is Who der Leistungselektronik-Branche auf der PCIM in Nürnberg getroffen, um die neuesten Trends und Entwicklungen vorzustellen. Und auch in diesem Jahr wurden wieder Rekorde gebrochen. Über 450 Austeller, mehr als 10.000 Besucher und über 300 Vorträge auf der begleitenden Konferenz verdeutlichen die wachsende Bedeutung dieser Branche.

Das ist wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Leistungselektronik in nahezu allen Industriezweigen mitmischt – sei es in der Automobilelektronik, der Informations-und Kommunikationstechnik, der Automatisierung oder der Haushalts- und Gebäudetechnik. Besonders die Energiewende und die Elektromobilität standen in diesem Jahr im Fokus der Messe. Dieses breite Feld lässt bereits vermuten, wie vielfältige technische und berufliche Möglichkeiten im Bereich der Leistungselektronik zu finden sind.

Das zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt. Schaut man sich die Jobangebote im Umfeld der Leistungselektronik genauer an, wird deutlich: hier gibt es für technische Spezialisten nahezu eine 100%ige Jobgarantie. Aktuell gibt es deutschlandweit rund 2000 offene Stellen für Entwicklungsingenieure in diesem Branchensegment der Elektronik. Aber auch im Produkt- und Projektmanagement sowie im technischen Vertrieb und Marketing werden händeringend Experten gesucht. 

Allerdings gibt es schlicht zu wenig Elektrotechnikabsolventen, um die große Nachfrage in Zukunft zu decken. Denn es scheint, als spezialisieren sich Absolventen nach wie vor eher in der Digitaltechnik als im Analog/Power Bereich. Diese Problematik besteht bereits seit zehn bis fünfzehn Jahren und verschärft die Arbeitsmarktsituation noch. Aus diesem Grund bieten immer mehr Unternehmen gezielt Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen an, um sowohl in der Forschung als auch in der Nachwuchssicherung vorne mit dabei zu sein.

Für Arbeitnehmer, die bereits seit einiger Zeit im Umfeld der Leistungselektronik tätig sind, bietet die aktuelle Situation die hervorragende Möglichkeit, den Traumjob herauszufiltern. 

Dementsprechend sollte eine Wechselentscheidung nicht primär von harten Faktoren wie dem Arbeitsinhalt und dem Gehalt abhängig gemacht werden, sondern multifaktoriell begründet sein. Insbesondere die Unternehmenskultur spielt eine wichtige Rolle für die Arbeitszufriedenheit. Gemeinsame Werte sind die Basis einer Unternehmenskultur und äußern sich u. a. in den Strukturen, dem Führungs- und Kommunikationsstil und dem Betriebsklima. Gerade das Betriebsklima gewinnt durch den steigenden Leistungsdruck, der in den allermeisten Unternehmen besteht, zunehmend an Bedeutung. Das zeigte sich auch in der diesjährigen Auswertung zum Thema Arbeitszufriedenheit, in der „ein gutes Betriebsklima“ den Ranking-Dauerbrenner „leistungsgerechte Vergütung“ vom Thron schubste. Auch die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage eines Unternehmens (vgl. die diversen Firmenübernahmen) sollte mit Beachtung finden. 

Mein Tipp: Beleuchten Sie eine mögliche neue Herausforderungen von allen Seiten und holen sich Meinungen von unterschiedlichsten Personen und Quellen (Freunde, gute Kollegen, früheres Chefs und Mentoren, Personalberater, Bilanzen  und auch Social Media Plattformen) ein. 



Kategorie: Branchennews

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