Chef ich kündige! Wann ist es genug?

25.01.2017
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Die jährlich veröffentlichten Gallup Studien belegen immer wieder auf`s Neue, dass es mit dem Glück der Arbeitnehmer in ihrer jeweiligen Position nicht besonders gut gestellt ist. Angeblich sind nur ca. 13% im bundesweiten Schnitt voll motiviert bei der Sache. Aber was sind genau die Gründe, die dazu führen, seinem Chef die Kündigung auf den Tisch zu legen? Die Personalberatung SchuhEder Consulting hat dazu bei diversen Interviews mit Bewerbern konkret nachgefragt.

Wechselmotivationen in der Elektronik

Auch wenn das Thema Gehalt bei diversen Studien zur Arbeitszufriedenheit immer an erster Stelle steht,  so ist dies spannenderweise nur sehr selten der Grund für eine Kündigung.  Hier steht bei den Ingenieuren an allererster Stelle das Thema „Unsicherheit“.  Unsicherheit, die entsteht,  wenn zwei  Unternehmen mergen, oder ein Unternehmen übernommen wird, wenn der Chef wechselt oder die Unternehmenskultur. Dabei geht es nicht zwingend nur um das Thema Arbeitsplatzsicherheit – aber schon auch.  Nicht zu  wissen, welche Vision und Zielsetzung  das Unternehmen hat führt zu mangelnder Identifikation. Ergänzend schwierig, wenn man der Meinung ist,  dass die Produkte nicht mehr zeitgemäß sind oder die Firma in ihrem Fortschritt stagniert. Auch das Gefühl nicht in der    „richtigen Seilschaft“ zu sein  kann nachdenklich stimmen und offen machen,  pro-aktiv nach einer neuen Herausforderung zu suchen.

An Platz 2 steht das Aufgabenspektrum, das für  manche aktuell keinen Sinn mehr ergibt oder keine Herausforderung darstellt . Dieser Aspekt geht  oft  zusammen „im Doppelpack“  als Argument mit fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten einher.  Viele fühlen sich von Ihrem Chef und Arbeitgeber zu wenig gefördert, es werden keine Perspektiven aufgezeigt. Oder man wird über Monate, ja manchmal schon Jahre „hingehalten“. 

Das Thema  Work-Life-Balance ist ein Thema! Nicht nur – wie so oft propagiert  - bei der jungen Generation!  Zuviel Druck verbunden mit zu wenig Ausgleich führt zu Überforderung, Lustlosigkeit  und  teils innerer Kündigung.

Aktuelle  dezentrale Arbeitsformen,  Digitalisierung  und  das hohe Tempo in der  Industrie führen zudem dazu, dass es  für Führungskräfte immer noch  schwieriger wird,  ihre Mitarbeiter „abzuholen“,  zu motivieren und zu  coachen.  Unabhängig davon  wird offen diskutiert wie viele gute Führungskräfte es überhaupt gibt und wie sich diese definieren müssten. Jedenfalls  erhöht mangelnde Anerkennung  und Wertschätzung  den Frust  und die Hoffnung, dass dies anderswo besser sein könnte.

In Folge von schlechter oder unzureichender Führung, mangelndem Informationsfluss, „Politik“ im Unternehmen, Machtkämpfen zwischen Kollegen  usw.  vergiftet sich wohl auch des Öfteren das  Betriebsklima.  Für gar nicht so wenige ein Thema, sich mal die Arbeitgeber-Bewertungs-Portale im Internet anzusehen und offen für neue Herausforderungen zu sein.

Ja,  und dann bleibt da schon noch das Thema Gehalt. Laut den Personalberatern  geht dieser Fakt allerdings immer einher mit ein oder zwei weiteren Argumenten. 



Kategorie: Branchennews

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