Aufhebungsvertrag, Kündigung und was dann?

22.02.2017
Anonym bild

Ängste – Statusverlust – Neuaufbruch – Chance oder Abstieg?

Auch wenn Ingenieure mit BWL-  und Psychologie-Thesen oft nicht allzu viel anzufangen wissen – Abraham Maslow zeigt uns mit seiner „Maslowschen Bedürfnispyramide“ doch sehr gut auf, was eigentlich „abgeht“, wenn man bei seinem aktuellen Arbeitgeber nicht mehr benötigt wird. 



Es bewegen sich doch viele Arbeitnehmer im Umfeld der Elektronik schon sehr weit oben in der Pyramide, oder? 

Und dann soll plötzlich der Job weg sein? 

Meist schlägt Arbeitslosigkeit sprichwörtlich ein wie der Blitz! Und vom gelben Bereich geht es direkt in die dunkelorange Phase. Die Folge sind Stress und Ängste auf allen Ebenen. Je nach Level der Position geht es dann um

  • finanzielle Themen (wie lange reicht das Geld um aktuellen Verpflichtungen nachzukommen?)
  • Statusverlust, 
  • Sinnfragen, 
  • Konfrontation mit den eigenen Stärken und Schwächen, den wirklichen Leidenschaften und Zielen
  • und viele Themen mehr.

Aus Sicht der Personalberatung teilen wir gekündigte Arbeitnehmer dabei sehr schnell (manchmal vielleicht zu schnell) in 3 Kategorien ein:

  • Gut Vermittelbar
  • Bedingt vermittelbar
  • eigentlich nicht vermittelbar

Sicherlich ist diese Einteilung ein wenig schwarz weiß gemalt – im Grundtenor aber dennoch richtig.

Aktuell immer „vermittelbar“ sind technische Spezialisten und gute Vertriebler mit technischem Background bis ca. 100.000,-- Euro Jahresgehalt. 

Hier ist eine Kündigung oft auch eine Chance. Auf den ersten Blick meint man, diese Positionen werden auf dem Silbertablett serviert, auf den zweiten Blick bewahrheitet sich das auch. 

Umso wichtiger ist es, die Weichen richtig zu stellen und möglichst genau herauszuarbeiten, wie man die weitere Karriere gestalten sollte, um nach wie vor seine „employability“ hochzuhalten und Freude im Job zu haben. 

Bedingt vermittelbar: 

Schwieriger wird es sicherlich bei Positionen ab dem mittleren Management, auch wenn diejenige Person „Top-Skills“ mitbringt. Positionen auf einer bestimmten Ebene fliegen eben nicht täglich vom Himmel und zeitgleich gibt es auf diese Stellen auch ungleich mehr Bewerber. Hier haben meist die Arbeitgeber „freie Wahl“. Entsprechend achten sie bei ihrer Entscheidung auf die 3 Stellen hinter dem Komma. 

Aber auch für technische Exoten und Arbeitnehmer mit eingeengten Standortwünschen oder auch Gehältern, die weit über dem Branchen-Benchmark liegen, wird es anspruchsvoll. Was tun?

Gut, wer finanziell ein relevantes Polster hat und nicht gleich in den nächsten 3 Monaten eine neue Anschlusstätigkeit braucht. Zu lange darf es aber auch nicht dauern, da sind die Arbeitgeber in Deutschland in ihrem Urteil noch immer fest gefahren: „Gute Leute“ sind nicht arbeitslos! 

Es geht also darum, herauszufinden was man kann und was man will und das bitte in der Relation (vgl. Pyramide) zu dem, was man sich leisten kann. Dann heißt es – wie im Job auch – eine kluge Analyse durchzuführen, daraus eine Selbstvermarktungsstrategie zu entwickeln und diese konsequent umzusetzen.

„Eigentlich nicht vermittelbar“ ist ein trauriges Bekenntnis
und wird uns künftig öfters begegnen. Warum? Die Industrie ändert sich einfach so unglaublich schnell, dass das Skillset vieler Arbeitnehmer nicht mehr dem Zeitgeist entspricht. Kombiniert mit zu hohem Anspruchsdenken, falschem Stolz, fehlender Selbstreflektion sowie mangelnder Lernbereitschaft und Kompromissfähigkeit ist es eigentlich unmöglich, eine gute und nachhaltige Anschlusstätigkeit zu finden.

Egal wie es einen betrifft: wenn Eines zu Ende geht und etwas Neues entstehen soll, ist es immer sinnvoll, eine Bestandsaufnahme zu machen und sich den Themen, die hoch kommen, zu stellen. Erfahrungsgemäß ist es hilfreich, sich hierfür Experten-Know-how einzuholen. 

Outplacement Berater,
Coaches,
Personalberater,
Karriereberater,
Familie,
Freunde,
alte Kollegen und Mentoren
u.v.m.

werden helfen, den aufkommenden Stress zu filtern und positive Wege für die Zukunft zu entwickeln und auch zu gehen!


Kategorie: Bewerbungsphase

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